Physiotherapie

Manuelle Lymphdrainage

Das Lymphgefäßsystem hat eine entscheidende Funktion bei der Entsorgung der Gewebeflüssigkeit. Mit Hilfe von etwa 800 Filterstationen (Lymphknoten) wird die passierende Lymphflüssigkeit gereinigt. Bakterien, Stoffwechselprodukte und Schadstoffe werden abgefangen und von sog. Fresszellen vernichtet, bevor die Lymphe in den Blutkreislauf gelangt. Darüber hinaus leitet das Lymphsystem Flüssigkeit aus dem Gewebe ab und führt sie dem Blutkreislauf zu.

Die manuelle Lymphdrainage ist, vereinfacht ausgedrückt, eine „Entstauungstherapie“, um mit sanften, kreisenden Bewegungen und Ausstreichungen bei gestauter Flüssigkeit (Ödem) den Lymphabfluss zu steigern und den venösen Blutrückfluss zu verbessern. Durch das Streichen des Gewebes wird die im Gewebe angesammelte Flüssigkeit wieder zurück in die Blutbahn geführt und kann so über die Nieren ausgeschieden werden, d. h. dass die Entstauung eine Entwässerung zur Folge hat. Durch die sanften Streich- und Kreisbewegungen der Fingerspitzen unterscheidet sich die Lymphdrainage von den festen Handgriffen der klassischen Massage.

Wann sie zum Einsatz kommt

Die Manuelle Lymphdrainage wird vor allem nach Operationen und Verletzungen eingesetzt, bei Lymphödemen und Lipödemen sowie bei Schwellungen, die nach einer Ruhigstellung zurückbleiben. Auch nach einer Krebsbehandlung gehört sie häufig zur Nachsorge.

Die Behandlung ist sanft und schmerzfrei. Viele empfinden sie als angenehm und entspannend. Gearbeitet wird mit leichtem Druck in kreisenden, pumpenden Bewegungen, die die Lymphflüssigkeit in Richtung der Lymphknoten lenken.

Damit das Ergebnis hält, folgt oft eine Kompressionsversorgung mit Bandagen oder Strümpfen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie dabei achten sollten.

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Wenn die Verordnung endet

Schmerzfrei ist der Anfang, bleiben ist das Ziel.

Nach der Therapie geht es weiter: in einem unserer Kurse, im Gerätetraining oder im Personaltraining mit Einzelbetreuung.

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